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Meine Sehkorrektur mit ICL – Linsen
Teil 1: Meine Beweggründe und Voraussetzungen

Schön, dass ihr euch für meine Augen – OP mit Hilfe der Implantation von ICL – Linsen interessiert. Meine Operation findet in meiner Heimatstadt Dresden statt. Ich werde euch so gut wie es geht darüber berichten und stehe für Fragen, z.b. wo ich es genau machen lasse, natürlich gern zur Verfügung.

Da ich kein Arzt bin, sind dies alles meine subjektiven Gedanken sowie Erfahrungen. Natürlich sollte sich jeder Intensiv mit den Vorteilen der einzelnen Operationsarten beschäftigen und ein Fachgespräch mit dem entsprechenden Arzt führen. Schließlich hat jeder individuelle Voraussetzungen.

1. Meine Beweggründe für die Korrektur meiner Sehschwäche

Bei mir hat das Thema Brille verhältnismäßig spät begonnen. Im Grunde ging es in der fünften Klasse los, als ich die falschen Mathe-Aufgaben von der Tafel abgeschrieben hatte. Die Lehrerin fand es zwar schön, dass ich alle richtig gelöst habe, dennoch wurde es nun Zeit für eine Brille.

Die kommenden Jahr hinweg war es immer das gleiche Spiel; neue Brille erhalten und sehr scharf gesehen – nach kurzer Zeit hat es sich wieder verschlechtert. Eine neue Brille musste her und dies wiederholte sich dann recht oft. Obwohl es sich die letzten 7 Jahre nur ein Mal verschlechtert hat, bin ich mittlerweile bei ca -9 Dioptrien angekommen. 2007 bin ich dann auf das Thema Kontaktlinsen aufmerksam geworden. Diese habe ich zu Beginn auch sehr regelmäßig getragen, leider ist die Verträglichkeit in den letzten Jahren immer schlechter geworden. Mittlerweile trage ich sie maximal 4 Stunden und ausschließlich in der Freizeit bzw. beim Sport.

 

Meine persönlichen Gründe für ein Leben ohne Brille

  • Beim Sport ist es für mich unerlässlich, Linsen zu tragen (Brille rutscht und stört einfach)
  • Optisch finde ich Brillen an sich schick aber bei der Stärke hat auch das dünnste Glas seine Sichtbarkeit (Stichwort Myopieringe)
  • Bei einem Zeitfenster von tgl. max. 4h kann man sich vorstellen, wie die Tagesplanung durchdacht werden muss
  • Im Urlaub ist es sehr schwierig, wenn man den ganzen Tag unterwegs ist und Linsen nicht wirklich lange verträgt
  • Ohne Brille sieht man so gut wie nichts – man ist immer auf ein Hilfsmittel angewiesen
  • Die Kosten für Linsen und besonders für eine neue Brille sind nicht zu vernachlässigen
  • Sonnenbrillen mit Stärke sind mit dem höchsten Brechungsindex für Kunststoffgläser nicht möglich

2. Wieso nicht Lasern?

Mittlerweile ist die Augenchirurgie, auf dem Gebiet der Korrektur der Sehleistung, sehr weit voran geschritten. Die Langzeitfolgen bzw. Studien können nach und nach erfasst und beurteilt werden. Besonders bei dem Thema Augen-Lasern gibt es mittlerweile etliche Verfahren, die ihrerseits immer schonender werden. Teilweise wirkt es, auch den vielen Werbeanzeigen geschuldet, fast so, als wäre das Lasern mal eben im Schnellverfahren erledigt. Das ist natürlich mein subjektives empfinden. Man kann aber schon sagen, dass es nichts Außergewöhnliches mehr ist, wenn jmd. erzählt „Ich habe mir die Augen lasern lassen!“.
Egal ob PRK, LASIK oder Femto Lasik, es gibt beim Augen Lasern, neben den Risiken einer jeden OP, Folgeerscheinungen, die mit einer mehr oder weniger großen Wahrscheinlichkeit eintreten können. Natürlich kommt es auch auf die persönlichen Voraussetzungen an.

 

Was spricht, für mich und meinen anatomischen Voraussetzungen, gegen das Lasern:

  • Kurzsichtigkeit ist nur bis maximal -10 Dio behandelbar (das wäre bei mir schon sehr grenzwertig)
  • Die Hornhaut wird abgetragen und somit das Organ Auge irreversible verändert
  • Ich habe ohnehin trockene Augen und durch das Lasern werden sie meist noch trockener
  • Möglicherweise Probleme mit dem Tragen von Kontaktlinsen, wenn sich die Augen wieder verschlechtern
  • Viele haben Licht- und Blendeffekte, besonders nachts
  • Dauer bis zur letztendlichen Sehleistung ist in der Regel länger als bei ICL Linsen
  • Längerer Heilungsprozess


Die Hauptgründe die, speziell in meinem Fall, gegen das Lasern sprechen, sind besonders die bereits sehr hohe Dioptrienzahl, die sehr trockenen Augen und das es einfach nicht rückgängig gemacht werden kann.

3. Was spricht für die ICL Linsen?

Wie ihr euch denken könnt oder vielleicht schon selber recherchiert habt, sind ICL Linsen implantierbare Kontaktlinsen. Diese werden zwischen der Hornhaut und der eigentlichen Linse ausgerichtet und sorgen in der Position für eine ideale Sehkorrektur. Der Eingriff ist für mich vergleichbar mit der Behandlung eines Grauen Stars, nur dass die eigentliche Linse erhalten bleibt und lediglich eine Kunstlinse davor gesetzt wird.

 

Vorteile gegenüber einer Laser- Operation?

  • Die Augen-Operation ist reversibel – die Linsen können wieder entfernt werden. Das Auge bleibt anatomisch unverändert
  • Die Abbildungsqualität und Korrektur der Sehschwäche ist bei ICL Linsen in der Regel besser als beim Lasern
  • Es ermöglicht das Ausgleichen hoher Fehlsichtigkeiten 
  • Hornhautverkrümmungen können ebenfalls ausgeglichen werden (bis +6 Dioptrien)
  • Die Linsen verfügen über einen UV-Schutz
  • Keine Benetzungsstörung der Hornhaut
  • Die Operation ist auch bei dünner Hornhaut durchführbar
  • Schneller Heilungsprozess und schnell „spürbare“ Ergebnisse
  • Nachtsicht ist sehr viel besser als beim Lasern – Lichtringe eher selten
  • Haltbarkeit bis zu 90 Jahren
  • Es werden sehr präzise Ergebnisse bzw. Korrekturen erzielt


Der einzige Punkt, der für mich ein Vorteil der Laser Operation,gegenüber den ICL Linsen ist, sind die Kosten. Bei den Kunstlinsen kann man mit Kosten zwischen 4.500 und 6.500 Euro rechnen.

4. Was sind die Voraussetzungen für diese Art der Augen-OP?

Wie beim Augen Lasern, gibt es natürlich auch bei den ICL Linsen einige Voraussetzungen, die für eine Operation erfüllt sein müssen.


Voraussetzungen (natürlich weichen sie von Arzt zu Arzt leicht ab):

  • Die Sehleistung sollte sich innerhalb des letzten Jahres nicht mehr als um 0,5 Dioptrien verändert haben
  • In der Regel ein Mindestalter von 21 (bei manchen 25) Jahren und maximal 45 Jahren (indiv. Richtwerte)
  • Die Altersweitsichtigkeit sollte noch nicht eingetreten sein
  • Die Vorderkammertiefe (Abstand der Hornhaut zur eigenen Linse) sollte ausreichend sein (ca. 2.8mm)
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