Curacao Reiseinformationen

Anreise

Seit November 2011 fliegt die deutsche Flug­ge­sell­schaft Air Berlin zweimal wöchent­lich nonstop von Düs­sel­dorf nach Curaçao. Alter­na­tiv bietet die nie­der­län­di­sche Flug­ge­sell­schaft KLM Flüge aus deutschen Groß­städ­ten, mit Zwi­schen­stopp in Amsterdam Schiphol, an. Die kos­ten­güns­tigs­te Variante ist jedoch, Direkt­flü­ge von Amsterdam aus zu buchen. Nach etwa zehn bis zwölf Stunden Flugzeit (Abhängig vom Abflug­ha­fen), erreichen Sie den modernen Flughafen „Hato Inter­na­tio­nal Airport“.
Dieser liegt etwa elf Kilometer nördlich von Wil­lem­stad und ist gut mit dem Bus, dem Auto oder dem Taxi erreich­bar. Bei einer der zahl­rei­chen Auto­ver­mie­tun­gen können Sie sich bereits nach Ihrer Ankunft einen Leihwagen mieten. Mit einer Länge von rund 3.400 Metern und einer Breite von etwa 60 Metern gehört die Landebahn zu einer der größten und moderns­ten der Karibik. Beachten Sie bei Ein- und Ausreise bitte die aktuellen Zoll­be­stim­mun­gen.

Einkaufen

Curacao hat sich aufgrund seiner idealen Lage zu einem bedeu­ten­den Han­dels­zen­trum zwischen Europa, Süd­ame­ri­ka und den USA ent­wi­ckelt. Diesem wert­vol­len Wirt­schafts­fak­tor ist es zu verdanken, dass die Insel zu einem der belieb­tes­ten Shopping-Paradiese der Karibik zählt. Die ein­zig­ar­tig male­ri­sche Atmo­sphä­re in den Fuß­gän­ger­zo­nen der his­to­ri­schen Innen­stadt lädt zum Shoppen und Verweilen ein. Die erst­klas­si­gen Mar­ken­ge­schäf­te entlang der pracht­vol­len Straßen bieten Kleidung, Parfum, Kunst­hand­werk, Leder­wa­ren und Acces­soires für jeden Geschmack und Geld­beu­tel an. Für einen gemüt­li­chen Ein­kaufs­bum­mel in der Altstadt empfiehlt sich ein Spa­zier­gang entlang der Bree­de­straat in Punda und Otrabanda.
In Otrabanda befindet sich mit dem Rif Fort eine ehemalige, aufwendig restau­rier­te Wehr­an­la­ge mit einer Vielzahl an kleinen Geschäf­ten. Hier finden Sie ein umfang­rei­ches Angebot an Beau­ty­pro­duk­ten, Acces­soires, Schmuck, Kunst­ge­gen­stän­den und Mode­ar­ti­keln. Neben den kleinen, gemüt­li­chen Ein­kaufs­pas­sa­gen gibt es in Wil­lem­stad ebenso größere Ein­kaufs­zen­tren. Gerade in den letzten Jahren sind hier immer wieder neue Shop­ping­tem­pel mit Geschäf­ten, Restau­rants und teilweise eigenem Kino ent­stan­den.
Die Öff­nungs­zei­ten der kleineren Geschäfte sind übli­cher­wei­se von Montag bis Samstag von 8 bis 18 Uhr; zur Mit­tags­zeit von 12 bis 14 Uhr schließen einige Geschäfte. Die großen Ein­kaufs­zen­tren haben teilweise bis 21 Uhr geöffnet. An gesetz­li­chen Fei­er­ta­gen haben sämtliche Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten und Banken geschlos­sen.
Bezahlen können Sie mit den han­dels­üb­li­chen Gulden, mit dem US-Dollar, aber auch bar­geld­los mit bei­spiels­wei­se VISA-Card, Mas­ter­Card, American Express sowie weiteren gängigen Kre­dit­kar­ten.

Einreisebestimmungen

Achten Sie vor der Einreise darauf, dass Ihr Reisepass noch min­des­tens sechs Monate gültig sein muss und Sie über ein Rück- oder Wei­ter­flug­ti­cket verfügen. Für Kinder bis zum voll­ende­ten 16. Lebens­jahr benötigen Sie einen gültigen Kin­der­aus­weis oder einen maschi­nen­les­ba­ren Kin­der­rei­se­pass. Als Staats­bür­ger der EU sowie der Schweiz wird kein Visum benötigt. Die maximale Auf­ent­halts­dau­er beträgt, wie in den meisten Nicht-EU Ländern, 90 Tage.

Feiertage

Die bedeu­tends­ten Feiertage auf Curaçao sind der Karneval, der Flag­gen­tag sowie der Königstag, zu Gunsten des nie­der­län­di­schen Staats­ober­haup­tes König Willem-Alexander.

​Fest datierte Feiertage

Neujahr: 1. Januar
Königstag: 27. April
Tag der Arbeit: 1. Mai
Flag­gen­tag: 2. Juli
Unab­hän­gig­keits­tag: 10. Oktober

Festivals / Ereignisse

Karneval

Die Karibik ist bekannt für ihre mul­ti­kul­tu­rel­len Einflüsse und die auf­ge­schlos­se­nen, fröh­li­chen Menschen. Der zwei Monate lang gefeierte Karneval zählt zu den bedeu­tends­ten Events der Insel.
Zu den High­lights zählen der Kin­der­kar­ne­val, die große Parade Grand Marcha am Kar­ne­vals­sonn­tag sowie die große Abschluss­ver­an­stal­tung mit der Ver­bren­nung der etwa vier Meter hohen Puppe. Pracht­voll hand­ge­ar­bei­te­te Kostüme, geschmück­te Kar­ne­vals­wa­gen und laute Rhythmen ziehen Ein­hei­mi­sche und Touristen glei­cher­ma­ßen magisch an.
In den Abend­stun­den lässt auch der größte Tanz­muf­fel die Hüfte schwingen. Einmal vom Kar­ne­vals­fie­ber ange­steckt, wird auf den Straßen bis in die Nacht hinein aus­ge­las­sen gefeiert.

Flaggentag

Am 2. Juli jeden Jahres versinkt das beschau­li­che Curacao in einem Meer aus Fahnen und Flaggen. Am Dia de Bandera wird die gesamte Haupt­stadt mit kleinen bis über­di­men­sio­nal großen Natio­nal­flag­gen geschmückt. Wenn Sie einen Mietwagen besitzen, können Sie für kleines Geld eine kleine Flagge, welche Sie pro­blem­los an der seit­li­chen Fens­ter­schei­be befes­ti­gen können, erwerben. Auf dem Bri­on­plein in Otrabanda führen ein­hei­mi­sche Tänzer und Künstler tra­di­tio­nel­le Tänze in wun­der­schö­nen Kostümen auf.

Das Seú-Fest - Ernteparade

Die jedes Jahr am Oster­mon­tag statt­fin­den­de Ern­te­pa­ra­de ist die zweit­größ­te Parade auf der Insel. Wie der Name vermuten lässt, wird an diesem Tag die erfolg­rei­che Ernte gefeiert.
Was die Menschen auf der Insel aus diesem Tag machen ist wahrlich ein Vergnügen. Gruppen ziehen in wun­der­schö­nen Trachten durch die Straßen, es wird lokale Musik gespielt, es ist eine eupho­ri­sie­ren­de zur Schau­stel­lung der kari­bi­schen Lebens­freu­de.

Gedenktag an den Sklavenaufstand

Der 17. August jeden Jahres steht ganz im Zeichen des Skla­ven­auf­stan­des unter dem heutigen Natio­nal­hel­den Tula.
Auf der Plantage des Land­hau­ses Kenepa wird mit Kul­tur­vor­trä­gen und Livemusik an den Aufstand von 1795 erinnert.

Königstag

Am 27. April jeden Jahres wird überall in den Nie­der­lan­den, und somit auch auf Curacao, der Geburts­tag des Königs Willem Alexander gefeiert. Die Ein­hei­mi­schen ver­an­stal­ten an diesem Tag große Floh­märk­te in Punda. Lokale Künstler umspielen dieses tolle Ambiente durch Auftritte und Livemusik.

International Blue Marlin Tournament

Curacao ist vor allem für Was­ser­sport­ler ein wahres Paradies. Aus diesem Grund ist es kein Zufall, dass im Laufe des Jahres zahl­rei­che Sport­events rund um das Thema Tauchen, Segeln und Hoch­see­an­geln statt­fin­den. Der „Curacao Yacht Club“ ver­an­stal­tet in jedem Frühjahr das Inter­na­tio­nal Blue Marlin Tour­na­ment. Das Turnier lockt Jahr für Jahr mehr als 40 Yachten und über 150 Fischer aus Süd­ame­ri­ka, den USA und der Karibik an. Das Team, welches den größten Marlin fängt, geht als Sieger hervor und Gewinnt ein Preisgeld in Höhe von 15.000 US-Dollar.

Curacao Dive Festival

Das größte und belieb­tes­te Sport­event ist das jährlich im Sommer statt­fin­den­de Curacao Dive Festival. Eine Woche lang dreht sich auf der Insel alles rund um die fas­zi­nie­ren­de Unter­was­ser­welt. Während der Fei­er­lich­kei­ten bieten viele Tauch­schu­len attrak­ti­ve Angebote mit Tauch­kur­sen für Anfänger als auch für Fort­ge­schrit­te­ne und Tauch­pro­fis an. Der Tag findet am Abend mit zahl­rei­chen Vorträgen von Pro­fi­tau­chern, Livemusik, Film­vor­füh­run­gen sowie Preis­ver­lei­hung seinen Ausklang.

Curacao Heineken Regatta

Die Heineken Regatta ist eine jährlich, im Sommer statt­fin­den­de Segel­re­gat­ta mit Start und Ziel in Wil­lem­stad. Die pracht­vol­le Han­dels­ka­de, entlang der Sint Annabaai, verleiht dem pres­ti­ge­träch­ti­gen Rennen eine ein­drucks­vol­le Kulisse.
Weitere Ver­an­stal­tun­gen, wie bei­spiels­wei­se Angel- und Wind­surf­wett­be­wer­be, runden das drei­tä­gi­ge Event ab. Für ein beson­de­res Ambiente sorgt das umfang­rei­che Rah­men­pro­gramm mit Livemusik.

Gesundheit

Krankenversicherung und Impfungen

Impfungen sind für Curacao nicht notwendig.
Da Sie sich außerhalb der EU befinden und die Kran­ken­kas­se somit nicht alle Kosten deckt, sollten Sie eine Rei­se­kran­ken­ver­si­che­rung abschlie­ßen.
Bei einer ärzt­li­chen Unter­su­chung muss die Rechnung zunächst selbst beglichen und der ent­spre­chen­de Beleg nach der Rückkehr nach Deutsch­land bei der Kran­ken­kas­se ein­ge­reicht werden. Übernimmt die Kasse die Auf­wen­dun­gen nicht, müssen Sie die ent­stan­de­nen Kosten bei Ihrem Ver­si­che­rungs­trä­ger der Aus­lands­ver­si­che­rung ein­rei­chen.
Im Regelfall bekommen Sie den Betrag pro­blem­los erstattet.

Medizinische Versorgung

Der euro­päi­sche Einfluss auf Curaçao ist in jeder Hinsicht ein­zig­ar­tig in der Karibik. So verfügt die Insel mit dem St. Elisabeth Hospital über das modernste Kran­ken­haus der Süd­ka­ri­bik. Eine Dekom­pres­si­ons­kam­mer sorgt für eine schnelle Behand­lung bei Tauch­un­fäl­len. Neben den inter­na­tio­nal stan­dar­di­sier­ten Kran­ken­häu­sern befinden sich in Wil­lem­stad eine Vielzahl an Pri­vat­kli­ni­ken, Zahn­arzt­pra­xen und All­ge­mein­ärz­ten.
Wenn Sie einen deutsch­spra­chi­gen Arzt kon­tak­tie­ren möchten, wird man Ihnen an der Rezeption Ihres Hotels oder an der Tou­ris­ten­in­for­ma­ti­on von Wil­lem­stad gern behilf­lich sein. Bei Erkäl­tun­gen oder kleinen Infekten können Sie ohne Bedenken eine der zahl­rei­chen Apotheken aufsuchen. Die meisten der soge­nann­ten „boticas“ sind täglich bis 19 Uhr geöffnet und bieten die gän­gigs­ten Medi­ka­men­te an.

Mückenschutz

Zwar über­tra­gen die Mücken auf Curacao keine Krank­hei­ten, aller­dings können sie sehr lästig werden. Mit Beginn der Dämmerung empfiehlt sich das Tragen von heller Kleidung und idea­ler­wei­se langen Hosen.

Internet

Viele Hotels, Restau­rants und Cafés bieten ihren Gästen kos­ten­frei­es WLAN an. Solche Hotspots befinden sich ebenso an vielen privat geführten Strand­ab­schnit­ten sowie am Flughafen von Curacao. Eine Beson­der­heit und ein Beleg für den tech­ni­schen Fort­schritt der Insel ist, dass Sie im his­to­ri­schen Stadtteil Punda mit dem „Curacao Free Wifi“ komplett kos­ten­frei, mit einem aus­rei­chen­den Daten­vo­lu­men, surfen können.

Kleiderordnung

Ein nicht zu ver­nach­läs­si­gen­des Thema vieler Touristen ist die Frage nach der Kleidung in der jewei­li­gen Urlaubs­re­gi­on. Auf Curacao geht es eher legere zu. Obwohl viele Ein­hei­mi­sche lieber auf lange Hosen zurück­grei­fen, sind Sie bei den warmen Tem­pe­ra­tu­ren mit einem klas­si­schen Som­me­rout­fit sehr gut und passend angezogen. Ausnahmen und einen spe­zi­el­len Dresscode gibt es dann eher in hoch­prei­si­gen Restau­rants sowie in Kasinos. Besonders in den Kasinos wird sehr darauf geachtet, dass die Herren lange Hosen tragen. Oft ist es erwünscht, dass eine Krawatte angelegt wird. Diese kann man pro­blem­los bei den meisten Kasinos für den Abend ausleihen.

Klima

Durch die geo­gra­fi­sche Nähe zum süd­ame­ri­ka­ni­schen Kontinent liegt Curacao außerhalb des Hur­ri­kan­gür­tels. Mit einer Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur von etwa 28 Grad und den sehr geringen Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen innerhalb des Jahres, stellt die Insel ein ganz­jäh­rig beliebtes Reiseziel dar. Die hohen Tem­pe­ra­tu­ren lassen sich durch den stetig wehenden Pas­sat­wind äußerst angenehm ertragen. Mit einer durch­schnitt­li­chen Was­ser­tem­pe­ra­tur von etwa 26 Grad laden die zahl­rei­chen Sand­strän­de zum Verweilen und Schwimmen ein. Die Regen­sai­son, von Oktober bis Februar, ist vor allem durch kurze Schauer in den Nächten geprägt.

Post

Die nie­der­län­di­schen Antillen verfügen über ein gut struk­tu­rier­tes Post­sys­tem, für kari­bi­sche Ver­hält­nis­se wohl gemerkt. Mit dem euro­päi­schen Post­sys­tem ist das der Insel aber auf keinen Fall zu ver­glei­chen. Planen Sie bei dem Versenden von Post­kar­ten min­des­tens zehn Tage ein, ehe der Empfänger Ihre wun­der­schö­ne Kari­bik­kar­te in den Händen halten kann. In den meisten Sou­ve­nir­ge­schäf­ten, im Hotel oder in den Post­fi­lia­len erhalten Sie Brief­mar­ken für Ihre Post­kar­ten. Das Porto beträgt derzeit 1,75 NAF. Die größeren Postämter befinden sich in Punda, direkt in der Nähe vom Floating Market sowie in Otrabanda in der Bree­de­straat. Kleinere Zweig­stel­len, bei­spiels­wei­se am Flughafen, befinden sich überall auf der Insel.

Sicherheit

Einer inter­na­tio­na­len Unter­su­chung zur Folge sind die ABC-Inseln eine der sichers­ten Insel­grup­pen weltweit. Aufgrund ihrer Lage spielen Natur­ka­ta­stro­phen keine Rolle. Zudem ist die Kri­mi­na­li­täts­ra­te als eher gering ein­zu­schät­zen, Regie­rungs­auf­stän­de gibt es in geringem Maße bis gar nicht. Curacao ist zudem die sicherste Insel der Karibik und bietet seinen Ein­woh­nern den höchsten Lebens­stan­dard im kari­bi­schen Raum. Viele Hotels verfügen über Zimmer mit einem ein­ge­bau­ten Safe.
Trotz des hohen Sicher­heits­ge­fühls sollten Sie vor allem an gut besuchten Plätzen immer ein wachsames Auge auf Ihre Wert­ge­gen­stän­de haben. Achten Sie ins­be­son­de­re an den Stränden auf Ihre mit­ge­brach­ten Sachen und lassen Sie diese zu keinem Zeitpunkt unbe­auf­sich­tigt.

Sprachen

Curacao ist das Land der vielen Sprachen. Als Teil der Nie­der­lan­de ist die nie­der­län­di­sche Sprache die Amts­spra­che auf der Insel. Sie wird vor allem an Insti­tu­tio­nen wie Schulen, Ämtern sowie in der Regierung gespro­chen.
Zusätz­lich lernen die Kinder als Fremd­spra­che, aufgrund der Nähe zu Süd­ame­ri­ka, Spanisch. Die Sprache der Ein­hei­mi­schen ist Papia­men­to, eine kreo­li­sche Sprache mit spa­ni­schen, nie­der­län­di­schen, fran­zö­si­schen, eng­li­schen, por­tu­gie­si­schen und arawak-india­­­ni­­schen Ein­flüs­sen. Die hoch­ent­wi­ckel­te Sprache ist für die Identität der Insel sehr wichtig und wird in allen Bevöl­ke­rungs­schich­ten kom­mu­ni­ziert. Gerade bei der stadt­na­hen Bevöl­ke­rung kommt man mit der eng­li­schen Sprache sehr gut voran und kann sich in nahezu jedem Geschäft, Restau­rant, Museum oder Amt ver­stän­di­gen.

Strom

Auf Curacao werden US-ame­­ri­­ka­­ni­­sche Steck­do­sen­sys­te­me verwendet. Mit einem Adapter können Sie pro­blem­los alle gängigen Geräte anschlie­ßen. Diese Zwi­schen­ste­cker sind in vielen Geschäf­ten auf Curaçao für wenig Geld erhält­lich. Die Strom­span­nung beträgt auf der Insel übli­cher­wei­se 110 Volt

Telefon

Die inter­na­tio­na­le Vorwahl ist die +5999; andere Vorwahlen gibt es auf der Insel keine. Die gängigen Tele­fon­num­mern, bis auf die Notruf- und Ser­vice­num­mern, bestehen aus sieben Ziffern. Es ist zu empfehlen, sich eine lokale Prepaid SIM-Karte, eine so genannte „Chippie Prepaid Card“, mit einer ein­hei­mi­schen Nummer und Gesprächs­gut­ha­ben zu kaufen.
Der Erwerb sowie das Aufladen der Karte erfolgt pro­blem­los in vielen Super­märk­ten oder Kiosken. Besonders emp­feh­lens­wert sind die Anbieter Digicel, Scarlet und UTS.

Transportmittel

Mietwagen

Um die gesamte Vielfalt von Curacao auf eigene Faust und in aller Ruhe erleben zu können, ist ein Mietwagen eine absolute Emp­feh­lung. Das Min­dest­al­ter für das Mieten eines Fahrzeugs liegt in der Regel bei 21 Jahren. Der Füh­rer­schein sollte seit min­des­tens zwei Jahren vorhanden sein. Idea­ler­wei­se lassen Sie sich in Deutsch­land einen inter­na­tio­na­len Füh­rer­schein aus­stel­len. Nor­ma­ler­wei­se sollte man mit dem deutschen Füh­rer­schein beim Rental Service oder bei Kon­trol­len keine Probleme bekommen; es ist aber auch kein Nachteil einen solchen vorzeigen zu können. Die Preise richten sich, wie üblich, nach der Fahr­zeug­klas­se und dem Fahr­zeug­typ. Grund­sätz­lich variieren die Miet­prei­se zwischen 30 und 50 US-Dollar pro Tag, abhängig von der Mietdauer. Bei der Ver­si­che­rung sollten Sie darauf achten, dass die Selbst­be­tei­li­gung der Voll­kas­ko­ver­si­che­rung möglichst gering ist. Auf Curacao ist es eher selten, ein Auto ohne Selbst­be­tei­li­gung zu bekommen.
Es ist meist von Vorteil, wenn Sie den Wagen bereits von Deutsch­land aus buchen. Nicht nur aus finan­zi­el­len Gründen; es kann durchaus sein, dass Sie so einen besseren Ver­si­che­rungs­schutz erhalten werden. Am Flughafen und direkt in Wil­lem­stad befinden sich neben den großen, weltweit agie­ren­den Auto­ver­mie­tun­gen, wie bei­spiels­wei­se „Avis“ oder „Hertz“, viele private Anbieter. Die meisten der aus den USA impor­tier­ten Mietwagen verfügen über Auto­ma­tik­schal­tung und Kli­ma­an­la­ge.

Verkehrsregeln

In Curacao herrscht, im Gegenteil zu vielen anderen Inseln der Karibik, Rechts­ver­kehr. An Kreu­zun­gen und Kreis­ver­keh­ren hat rechts vor links Vorfahrt. Sobald Sie sich in einem Kreis­ver­kehr befinden, müssen Sie den Vorrang der ein­fah­ren­den Straßen beachten. An T-Kreu­zu­n­­gen hat der durch­fah­ren­de Verkehr immer Vorfahrt. Die Höchst­ge­schwin­dig­keit innerhalb von Ort­schaf­ten beträgt 40 Km/h, auf dem Stadtring sowie außerhalb von Ort­schaf­ten gilt eine maximale Geschwin­dig­keit von 60-80 Km/h. Fahren Sie bei ein­set­zen­dem Regen langsam und mit genügend Abstand zum Vor­aus­fah­ren­den. Durch das Wasser und dem Sand werden die Straßen stel­len­wei­se spie­gel­glatt.

Tanken

Das Tanken ist besonders für Touristen sehr einfach geregelt. An den Tank­stel­len sind die Zapfhähne der unter­schied­li­chen Treib­stoff­ar­ten farbig gekenn­zeich­net. So können Sie sich sicher sein, dass Sie auch das richtige Benzin tanken. Anders als in Deutsch­land wird auf Curacao vor dem Tanken der von Ihnen gewünsch­te Betrag bezahlt. Die Preise liegen derzeit bei etwas unter zwei NAF pro Liter. Infor­ma­tio­nen zu dem zu tankenden Kraft­stoff erhalten Sie von der Auto­ver­mie­tung. Fahren Sie sich in Ruhe ein und passen Sie sich dem Fahrstil der Ein­hei­mi­schen an.

Unfall

Wenn es zu einem Unfall kommen sollte, dürfen die Fahrzeuge nicht aus der Unfall­si­tua­ti­on bewegt werden. Rufen Sie Ihre Auto­ver­mie­tung an, diese setzt sich dann mit dem „Curacao Road Service“ und der Polizei in Ver­bin­dung. Im Falle einer Panne kon­tak­tie­ren Sie bitte den Pan­nen­ser­vice, welcher 24 Stunden am Tag zu erreichen ist.

Öffentliche Verkehrsmittel

Die großen Busse, auch als „Konvoi“ bezeich­net, fahren auf insgesamt 23 Routen rund um die Insel. Die großen Bus­bahn­hö­fe befinden sich in Punda vor dem Postamt sowie in Otrabanda vor dem Rif Fort. Die einzelnen Strecken decken den größten Teil der Insel ab. Für den öffent­li­chen Bus­ver­kehr ist der „Autobus bedrijf Curacao“ zuständig. Auf der Website (www.autobusbedrijf.org) finden Sie den aktuellen Fahrplan des „A.B.C.“ Diesen erhalten Sie ebenso an der Rezeption der größeren Hotels. Sie sollten jedoch bedenken, dass die Fahrpläne nur sehr wenig mit den realen Zeiten zu tun haben. Viele Touristen bevor­zu­gen dann doch eher das Taxi, den Mietwagen oder einen vom Hotel ange­bo­te­nen Shuttle Service, um ihr Ziel zu der gewünsch­ten Zeit zu erreichen. Neben den großen Bussen gibt es noch die kleinen, privat betrie­be­nen Vans. Diese kleinen Busse können per Hand­zei­chen zum Anhalten gebracht werden und sind vor allem bei der Bevöl­ke­rung beliebt. Am Flughafen, vor den größeren Hotels sowie an den großen Bus­hal­te­stel­len in Punda und Otrabanda befinden sich Taxi­stän­de.
Erkun­di­gen Sie sich vor Fahrt­an­tritt über die Kosten und ver­ein­ba­ren Sie vorher die zu dem Preis gehörige Währung.

Trinkgeld

Für den Großteil der Touristen ist das Trinkgeld ein heikles Thema. Natürlich möchte sich jeder Urlauber den Gege­ben­hei­ten in der jewei­li­gen Urlaubs­re­gi­on best­mög­lich anpassen und die Gepflo­gen­hei­ten der Ein­hei­mi­schen respek­tie­ren. Auf Curacao ist das Geben von Trinkgeld ein Zeichen der Dank­bar­keit und der Wert­schät­zung gegenüber den Dienst­leis­tern, den Ein­hei­mi­schen und letztlich auch der Insel. Die meisten Hotels und Restau­rants fügen der Rechnung gewöhn­lich zehn Prozent Service Charge hinzu. Wenn das Trinkgeld nicht in der Rechnung inklu­diert ist, sind diese zehn Prozent ein guter Maßstab was Sie als Trinkgeld geben können.

Trinkwasser

In vielen Ländern wird den Touristen nahe­ge­legt, das Lei­tungs­was­ser nicht zu trinken und aus­schließ­lich zum Zäh­ne­put­zen und Waschen zu verwenden. Dank der im Jahr 1928 erbauten Destil­la­ti­ons­fa­brik Aqualec­tra wird das Meer­was­ser gründlich gefiltert und in qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ges Trink­was­ser gewandelt. So können auch Touristen beden­ken­los das Lei­tungs­was­ser trinken

Zahlungsmittel

Die Währung der Nie­der­län­di­schen Antillen ist der „Nie­der­län­di­sche Antillen Gulden“, der ANG. Auf der Insel findet man jedoch haupt­säch­lich den NAF, den „Neder­land­se Antillen Florin“. Für einen Euro erhält man etwa zwei NAF (Stand Februar 2017). Der Wech­sel­kurs für den US-Dollar, dem Haupt­zah­lungs­mit­tel neben dem Gulden, liegt bei circa 1,78 NAF.
Mit den gängigen Kre­dit­kar­ten können Sie fast überall auf der Insel bar­geld­los zahlen. Vor allem in Wil­lem­stad sowie am Flughafen können Sie an den Geld­au­to­ma­ten, den soge­nann­ten „Ban­ko­ma­ti­co“, mit Ihrer Kre­dit­kar­te Geld abheben. Selbst mit einigen EC-Karten können Sie sich an den Automaten Ihr Geld auszahlen lassen. Da einige Banken die EC Karten für das Nicht EU Ausland sperren, sollten Sie sich recht­zei­tig bei Ihrer Bank infor­mie­ren und die Karte gege­be­nen­falls frei­schal­ten lassen.

Banken

Banken zum Geld tauschen finden Sie reichlich auf Curacao. Die meisten Banken haben montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Ver­ein­zel­te Banken und Wech­sel­stu­ben, wie etwa am Flughafen, haben zudem zusätz­lich an den Wochen­en­den geöffnet.

Zeitverschiebung

Die Zeit­ver­schie­bung, im Vergleich zur Mit­tel­eu­ro­päi­schen Zeit (MEZ), beträgt während der deutschen Som­mer­zeit sechs Stunden. Stehen unsere Uhren auf Win­ter­zeit, müssen Sie lediglich fünf Stunden zurück­dre­hen. Am besten passen Sie Ihre Uhr bereits während des Fluges nach Curacao an. Nach Ihrer Ankunft wird der Tag ent­spre­chend lang sein, versuchen Sie also Ihren Rhythmus bereits auf dem Flug anzu­pas­sen. Generell gewöhnt man sich nach ein bis zwei Tagen an den Zeit­un­ter­schied.

Zollbestimmungen

Dinge des täglichen Bedarfs, per­sön­li­che Gegen­stän­de und kleine Geschenke dürfen ohne Probleme mit­ge­bracht und ein­ge­führt werden. Zwar gehört Curacao zu den Nie­der­lan­den, der Besitz von Drogen, wie z.B. Marihuana, ist jedoch strafbar. Medi­ka­men­te müssen angegeben und teure Wert­sa­chen teilweise mit einer Kauf­quit­tung belegt werden. Neben den Dingen des täglichen Bedarfs dürfen Personen über 18 Jahren 200 Ziga­ret­ten, 50 Zigarren sowie 250 Gramm Tabak zollfrei einführen. Bei größeren Mengen muss die Ware, ebenso wie Summen über 10.000 US-Dollar, angegeben und verzollt werden.

Menü